Grönland - protestantische Hochburg

Grönland
Bildrechte sonntagsblatt.de

Hätten Sie's gewusst? Grönland ist eine protestantische Hochburg. Das kam so: Hans Egede, ein Missionar im 18. Jahrhundert  segelte mit einem Boot zu einer Insel vor der Küste Grönlands und gab ihr den Namen "Håbets Ø” – also "Hoffnungsinsel”. Eigentlich war er auf der Suche nach einer jahrhundertealten Siedlung seiner Vorfahren im Nordatlantik. Doch er traf auf dem grönländischen Festland auf das Volk der Inuit. Drei Jahre später taufte Egede die ersten Inuit-Kinder, baute eine Kirche und gründete eine Siedlung, aus der später die grönländische Hauptstadt Nuuk hervorging. Kurz darauf begann Dänemark mit der Kolonialisierung der Insel. Noch heute erinnert eine im Jahr 1922 errichtete Statue in Nuuk an den Missionar. Doch seine Rolle in der grönländischen Geschichte wird mittlerweile kritisch gesehen. So wurde die für 2021 geplante 300-Jahr-Feier zu seiner Ankunft im Jahr 1721 abgesagt, da die Grönländer:innen die Kolonialisierung ihres Landes nicht feiern wollten. Heute sind 95,5 Prozent der Grönländer:innen protestantisch Grönland gehört damit zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Protestant:innen weltweit. Artikelteile entnommen aus www.sonntagsblatt.de, dort finden sich weitere Informationen